"Eine Reihe Genien beiderseits"

In seinem Beitrag "Fidus' Tempelkunst" im Fidus-Heft der Zeitschrift Die Schönheit bezeichnet Albert Giesecke die Schwertträger als Genien. Auch wenn in derselben Zeitschrift die Leiste der Gemanen-Bibel mit dem Motiv mit dem Titel "Germania" abgebildet ist.

Gisecke gibt in seinem Beitrag eine ausführliche Beschreibung des Tempels der Erde. Über die Fassade, die er als "Schauseite" bezeichnet, "die den Ankommenden auf die Offenbarungen im Innern vorbereitet", schreibt er:

In der Hauptsache ist sie von einem riesigen Kreisbogen aufgerissen, den zur größeren oberen Hälfte ein Glasfenster mit dem Baume des Lebens (Wie ist der Raum dahinter zu denken?) erfüllt. Vor diesem, über der von ägyptisierenden Säulen getragenen Vorhalle steht das Sinnbild der Erde mit dem Worte "Tat" darüber und einer Reihe Genien beiderseits. Auch sonst ist die Schauseite reich geschmückt: über den Kreisbogen die geflügelte Sonnenscheibe, das Sinnbild des Geistes und der Zeugung, in den Zwickeln zwischen den rahmenden Risaliten und dem Kreisbogen in Relief links das Weib, rechts der Mann. Im unteren Kreisbogen, das Eingangstor bedrohend rechts und links je ein riesiger schwarzeiserner geflügelter Drachen, in den aufgerissenen Rachen einen Menschenleib bergend, die Sinnbilder der finsteren Macht, in deren Banden der reine Mensch ungefährdet liegt. An den Treppenwangen Löwen als Tempelwächter, usw.
  1. Albert Giesecke, "Fidus' Tempelkunst", in: Die Schönheit, 16. Jahrg., "Fidus-Heft", 1919/20, S. 33-48.
  2. Ebda. S. 9.
  3. Ebda. S. 46.