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Der Grappenhof auf einer 1904 verschickten Postkarte.

Der stattliche Grappenhof in Amden bildete das Zentrum einer religiösen Kolonie, die 1903/04 auf dem Gebiet der Gemeinde Amden am Walensee entstehen sollte. Initiant war Josua Klein, der sich als "Prophet" in "esoterischen" Kreisen einen Namen gemacht hatte.

In der Folge kaufte er für sein Siedlungsprojekt neben dem unterhalb des Dorfes Amden gelegenen Grappen, zahlreiche Wohn- und Wirtschaftsgebäude sowie Wiesen, Acker und Wald. Zudem erwarb er in Weesen die Villa "Seewarte". 1904 reichte er das Gesuch für die Erteilung einer Konzession für den Betrieb einer elektrischen Bahn von Weesen auf den Speer ein.

Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kolonie berief Klein den Künstler Fidus, eine Kapelle sowie drei monumentale Tempel zu erstellen. Zum Umkreis von Klein gehörte auch die Schriftstellerin Gertrud Prellwitz.

Nachdem sich die finanzielle Situation der Kolonie verschlechtert hatte, musste Klein 1905 einen Grossteil seines Amdener Besitzes verkaufen.